Einfach nur krass ist die Geschichte, die uns heute erreicht hat. 

Sabotage

Kletterer, die sich eine alte Treppte-Route an der Stuhlwand als Projekt vorgenommen hatten, sind bei der letzten Schönwetterphase wieder aufgestiegen, um dort zu klettern. Beim letzten Besuch hatten sie schon ein Seil deponiert, fein aufgeschossen und in eine Tüte gepackt. Genau so fanden sie es vor und stiegen ein. Erst während des Kletterns fiel auf, dass das Seil sabotiert geworden war und nach zehn Metern  durchgeschnitten. Passiert ist nix, da das Seil vom andern Ende her genutzt worden war. Hätte der Vorsteiger das sabotierte Ende genutzt, hätte das tödlich enden können!

Da der Einstieg kaum bekannt und die Stelle schwer erreichbar ist, kann das nur bewusste Sabotage gewesen sein. Derjenige nimmt billigend in Kauf, dass ein Mensch in Folge seines Tuns zu Tode kommen kann!

Polizei und Staatsanwalt ermitteln

Der Vorfall wurde zur Anzeige gebracht. Die Alpinpolizei und die Staatsanwaltschaft haben Ermittlungen aufgenommen. 
Sollte euch in den letzten Tagen im Bereich der Stuhlwand jemand aufgefallen sein, der dort im steilen Gelände unterwegs war und ihr euch gefragt, was der da wohl tut, meldet euch bitte bei der Polizei! Jeder Hinweis ist hilfreich.

Solange solche - tut mir leid, ich kann es nicht anders sagen - Vollpfosten unterwegs sind, bleibt nur die Empfehlung, lieber zweimal vor dem Losklettern zu schauen, ob alles in Ordnung ist.